Aus RN-Wissen.de
Wechseln zu: Navigation, Suche


Diese Seite gibt Hinweise, ein Standard-Textdisplay (LCD, meist mit HD44780) zum Laufen zu bringen, falls es mal nicht klappen sollte.

Spannungsversorgung

  • Stimmt die Spannung am Display (5V), bleibt diese auch bei Belastung relativ konstant?
  • Ist die Stromaufnahme des Displays ok (Größenordnung 40...100mA je nach Beleuchtung)?
  • Stimmt die Polarität der Spannungsversorgung?
  • Ist GND (Masse) von Mikrocontroller und Display durchverbunden?
  • Sind Störquellen in der Nähe (Motoren, die mit PWM betrieben werden; oder auch SHARP-Sensoren)? Diese können Störungen auf der Spannungsversorgung verursachen.

Kontrasteinstellung

  • Der Mikrocontroller soll das Display erst einmal noch nicht ansteuern, betreibe es z.B. auch ohne Verbindung zum Controller oder ändere das Programm so, dass das Display noch keine Daten erhalten soll.
  • Sind in der ersten Zeile schwarze Blöcke erkennbar? (bei Displays mit 4 Zeilen sollten auch in der dritten Zeile Blöcke auftreten)
  • Falls keine Blöcke erkennbar sind, ist der Kontrast falsch eingestellt!
    • Kontrast einstellen (meist wird dafür ein Poti in die Schaltung eingebaut), eventuell Spannung dort nachmessen.
    • Immer noch keine Blöcke ? Benötigt das Display eventuell eine negative Kontrastspannung ? Dazu noch einen Blick ins Datenblatt werfen.
    • Solange keine Blöcke angezeigt werden, kann nicht mit der Programmierung begonnen werden! (Manche bezeichnen ihn als Ready-Balken ^^)

Hintergrundbeleuchtung

  • Ist die LED-Beleuchtung richtig herum angeschlossen ?
  • Ist der richtige Vorwiderstand eingebaut ? Wird dieser eventuell überlastet aufgrund zu hoher Verlustleistung?
  • Reicht die angelegte Spannung, um die LEDs zum leuchten zu bringen? (Datenblatt)
  • Wurde die Hintergrundbeleuchtung beschädigt? (Z.B. durch Vergessen des Vorwiderstandes o.ä.)
  • Handelt es sich etwa um einen anderen Typ von Beleuchtung? (z.B. EL?)
  • Oder hat das Display gar keine Beleuchtung? (das ist meist der Fall wenn es nur 14 Anschlüsse hat)
  • Die Beleuchtung kann auch an einer anderen Stelle auf der Displayplatine heraus geführt sein (z.B. an der schmalen Platinenseite)

4-Bit-Modus Standarddisplay HD44780A

  • Häufiger Fehler: Bei Atmega16/32/644: Wenn das Display an PORT C angeschlossen ist, dann darf die JTAG-Fuse nicht gesetzt sein! Unbedingt nachprüfen! Generell gilt: Ist die JTAG-Fuse gesetzt, so lassen sich einige Pins nicht "normal" verwenden, das kann auch Probleme mit anderer angeschlossener Hardware verursachen !
  • Häufiger Fehler: Wurde R/W (Pin 5) wirklich mit GND verbunden? Kann auch über Software geschaltet werden.
  • Entspricht die Pinbelegung des Displays dem Standard? (Datenblatt)
  • Wurde EN, RS, D4, D5, D6, D7 richtig mit dem Mikrocontroller verbunden? Stimmt die Reihenfolge, und haben diese Anschlüsse auch keine ungewollte Verbindung mit GND oder +5V ?
  • Stimmt die Zuordnung dieser Pins in Software und Hardware überein?
  • Wurden diese Anschlüsse per Software auch als Ausgang geschaltet?
  • Funktioniert der Mikrocontroller überhaupt? Teste, ob der Controller z.B. eine LED blinken lassen kann
  • Wurde die richtige Oszillatorfrequenz des Controllers angegeben? Sonst läuft die Datenübertragung zum Display möglicherweise zu schnell. Prüfe auch Fuses.
  • Hat das Display einen HD44780 oder KS0073 oder KS0066 Controller? Für KS0073: Anpassung in Software vornehmen (gilt für C++ Bibliothek von Peter Fleury!)
  • Stimmen die Spannungspegel an den Signalleitungen? Liegen wirklich nur die erlaubten 0V oder 5V (in Toleranz) an den Leitungen?

Große Displays

  • Ist auf dem Display Platz für mehr als 80 Zeichen? Dann verwendet es mit großer Wahrscheinlichkeit mehrere Controller und hat deswegen auch mehrere ENABLE-Anschlüsse. Software anpassen!

Autoren

  • BMS (März 2011), letztes Update April 2012