Aus RN-Wissen.de
Wechseln zu: Navigation, Suche


Giove.jpg

Europäischen Navigationssystems, ähnlich GPS. Der erste Satellit GIOVE-A dieses Systemes soll in frühesten zwei Tagen bereitstehen. Ursprünglich war der Start für den 26. Dezember 2005 vorgesehen.

GIOVE steht für "Galileo In-Orbit Validation Element". Der Satellit wird vom Weltraumbahnhof Baikonur an Bord einer Soyuz/Fregat-Rakete in den Orbit in Höhe von 23.222 km ins All befördert. Ein Schwestersatellit gleichen Namens (GIOVE B) soll 2006 gestartet werden.


Grünes Licht für Europas Galileo-Satelliten Die Finanzierung des Projekts durch EU und Esa scheint nach monatelangem Streit nun endlich gesichert. Mit Galileo kann die Position von Autos, Flugzeugen und Schiffen präzise ermittelt werden von Manuela Stabaty


Mit Galileo wollen die Europäer ein Gegenstück zum dominierenden Navigationssystem GPS der Vereinigten Staaten schaffen. Mit Galileo kann die Position von Autos, Flugzeugen und Schiffen präzise ermittelt werden. Das System kann auch im Umweltbereich, in der Landwirtschaft oder bei Such- und Rettungsdiensten eingesetzt werden. Voll funktionsfähig soll das Netz aus insgesamt 30 Satelliten 2008 sein. Die Hälfte der Anschubfinanzierung von 1,1 Milliarden Euro für die Jahre 2002 bis 2005 will die Europäische Union tragen, die andere Hälfte wird nun nach dem beschlossenen Verteilungsschlüssel die Esa übernehmen. Die Galileo-Satelliten haben eine Masse von je 625 Kilogramm und werden mit einer Leistung von 1500 Watt senden. Sie sollen in einer Höhe von 23 616 Kilometern auf drei verschiedenen Bahnebenen stationiert werden. Ihre Lebensdauer wird mit mehr als 15 Jahren angegeben.

Bis spätestens 2005 müssen es die Europäer nun schaffen, die ersten Galileo-Satelliten tatsächlich in eine Erdumlaufbahn zu bringen – sonst verfallen die für den Betrieb von Galileo benötigten Nutzungsrechte an den Sendefrequenzen.

Eventuelle mit GPS kombinierbar?

Der technologische Reiz bestünde in einem Zusammenschalten der beiden Satellitennetze GPS und Galileo. Dies würde gigantische Ortsauflösungen von möglicherweise unterhalb eines Meters erlauben.


Quelle/Bildquelle:

  • ESA
  • Presseinfo
  • Artikel DPA / die Welt


Siehe auch

Weblinks